GESUNDHEITSZENTRUM IN DOGO UND SCHULEN IN FAMA UND NANI, MALI

Ein »Beispiel für erfolgreiche und sinnvolle Entwicklungshilfe« nannte
Bundespräsident Johannes Rau 2003 die Arbeit des »Kinderhilfswerks
für die Dritte Welt« in Mali. So sind zum einen in den medizinisch stark
unterversorgten ländlichen Gebieten Malis durch die Arbeit des Kinder-
hilfswerks bisher 14 Mutter- und Kind-Gesundheitszentren entstanden.

Sie sollen dabei helfen, die hohe Kinder- und Müttersterblichkeit zu senken.
Eines dieser Zentren konnte mit Hilfe der Jan Groenewold Foundation
geschaffen werden, es gewährleistet nicht nur die medizinische Versorgung
der Ortschaft Dogo, sondern auch der Bevölkerung der umliegenden
35 Dörfer.

Zum anderen hat sich das Kinderhilfswerk für die Dritte Welt
auch das Thema Alphabetisierung auf die Fahnen geschrieben – die
Unterrichtsverhältnisse in Mali sind häufig katastrophal: Auch wenn in
vielen Schulen schon in Schichten unterrichtet wird, sitzen meist mehr als
100 Kinder in einer Klasse. In ländlichen Gebieten sind die Schulen häufig
so weit voneinander entfernt, dass sie aufgrund der mangelnden
Infrastruktur für viele Kinder unerreichbar sind.

Kein Wunder also, dass von 1.000 Kindern derzeit in Mali nur 150 das
erste Etappenziel nach vier Schuljahren erreichen. Mehr als 50 Prozent
der Bewohner können weder schreiben noch lesen. Um auch dagegen
etwas zu tun, unterstützt die Jan Groenewold Foundation seit 2005
die Arbeit des Kinderhilfswerks in Mali. Konkret wurden die Mittel
für den Bau und Ausbau von zwei Schulen in den Dörfern Fama und
Nani verwendet, die Einschulungsqote konnte erhöht werden. Die
Schule in Fama wurde als Testschule für einen neuen Unterrichtsansatz
ausgewählt – erstmals werden die Kinder nicht in dem für sie unver-
ständlichen Französisch, sondern in ihrer Muttersprache unterrichtet.

 
Geburtshaus in Mali
Geburtshaus in Dogo