SPAREN FÜR MAPUCHE-FAMILIEN IN LOS ALAMOS, CHILE

Die Mapuche sind die Nachfahren der Ureinwohner von Chile und
Argentinien. Heute repräsentieren sie etwa 10 Prozent der
chilenischen Bevölkerung – der zum Teil in extremer Armut lebt.
Um obdachlosen Mapuche-Familien ein Dach über dem Kopf
anzubieten, rief die chilenische Regierung das Wohnungsbauprogramm
»Chile Barrio« ins Leben: Kleine Häuser wurden gebaut, die an
Wasser, Elektrizität und Kanalisation angeschlossen sind, die Familien
wurden in ein umfassendes Umwelt- und Entwicklungsprogramm
integriert: Obstbäume wurden gepflanzt, Gemüsegärten angelegt etc.
Wer sich nun um eins dieser Häuser bewerben wollte, musste eine
Mindest-Eigenbeteiligung von 240 Euro aufbringen – für viele
unerschwinglich. Hier griff der Sparplan, den die europäische
Vertretung des Mapuche-Parlaments zusammen mit der Oldenburger
Gruppe der Gesellschaft für bedrohte Völker und dem Umwelthaus
Oldenburg initiierte: Sie riefen dazu auf, bis Ende Februar 2005 die
Summe von 240 Euro zusammenzusparen und einer der armen
Familien der Mapuche in der Gemeinde Los Alamos die Integration in
humanere Verhältnisse zu ermöglichen. Die Jan Groenewold Foundation
hat dabei geholfen, vier dieser Häuser zu finanzieren.

 
Mapuche-Familie
Mapuche-Familie vor ihrem Haus